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		<title>8. Aniridiekonferenz Sofia, Bulgarien</title>
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		<pubDate>Fri, 02 May 2025 20:51:26 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Am 17. &#8211; 19. April 2026 findet die 8. Europäische Aniridie Konferenz in Bulgarien statt.</p>
<p>Nähere Info folgen und unter:</p>
<p><a href="https://aniridiaconference.org/eac2026/">https://aniridiaconference.org/eac2026/</a></p></div>
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		<title>7. Aniridiekonferenz Schweden, Zusammenfassung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sto]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2024 16:16:45 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Vom 31.05.-2.06.2024 fand die 7. Europäische Aniridie Konferenz in Schweden statt. Betroffene, Spezialisten und Repräsentanten aus aller Welt waren extra angereist. Insgesamt waren es 176 Teilnehmer.</p>
<p>Unser Verein war vertreten durch Denice Toews und Corinna Patzak.</p>
<p>Robert Wünsche übernahm die gesamte Technik und zeichnete die Konferenz auf. Lieben Dank dafür Robert.</p>
<p>Am Freitagmorgen begann das ereignisreiche Wochenende mit einem Vorstandsmeeting der Aniridia Europe, an dem ich teilnahm. Hier wurden die letzten Details zum Ablauf besprochen. Um 13.00 Uhr wurde die Konferenz dann offiziell eröffnet.</p>
<p>Wir folgten den Diskussionen zum Thema Behandlungsmöglichkeiten, Forschung, Genetik sehr aufmerksam. Zusammenfassend möchten wir Euch darüber informieren, dass es sehr viele Studien zum Thema Genetik und Stammzellforschung gibt, die hoffen lassen. Nicht dass Aniridie zu heilen wäre, jedoch, dass man die Erkrankung sicher bald aufhalten könnte und die Erblindung somit vermieden werden könnte.</p>
<p>Ins Detail zu den einzelnen Studien werden wir hier nicht gehen, dafür ist der Umfang zu groß. Jedoch kann man die einzelnen Vorträge auf dem Youtube Kanal der Aniridia Europe bald einsehen. Alle Vorträge wurden aufgezeichnet.</p>
<p>Hier eine kleine Zusammenfassung mit dem Hinweis, dass es bei den Begleiterkrankungen immer ein kann, muss aber nicht ist. Es ist immer verschieden und manche haben gar keine Begleiterkrakungen:</p>
<p>Man ist sich noch nicht eindeutig sicher, ob man bei Pax6 von einem Syndrom oder einem Spektrum sprechen kann. Hier sind sich die Spezialisten noch nicht einig. Es gibt immer mehr Hinweise darauf gibt, dass es neben endokrinischen auch sehr gehäuft neurologische Begleiterkrankungen gibt. Das Gehirn muss bei Pax6 bedingter Aniridie viel mehr leisten als bei gesunden Menschen. Auch eine leichte Form von Diabetes wurde festgestellt. Es wird empfohlen, einmal im Jahr Blutwerte von der Bauchspeicheldrüse, Leber und Blutzuckerwerte zu überprüfen. Auch Zysten im Darm oder der oberen Atemwege „können“ auftreten.</p>
<p>Zum Thema Epilepsie liegen noch nicht genügend Studien vor, jedoch wurden 25 % von 196 getesteten Patienten damit in Zusammenhang gebracht. Ich habe Kontakt zu James Lauderdale aus Amerika vor Ort aufgenommen, um die in Deutschland aufgetretenen Fälle näher untersuchen zu können. Bitte kontaktieren Sie mich, um nähere Informationen darüber zu erhalten.</p>
<p>Peter Netland aus den USA warnte eindringlich vor frühzeitigen chirurgischen Eingriffen bei Glaukom. Man sollte eher auf Augentropfen zurückgreifen. Wenn Cosopt S nicht vertragen wird, könne man auf Timolol und Dorzolamid zurückgreifen.</p>
<p>Anhand eines Beispiels aus Polen, erklärte Dr. Bogumil Wowra, dass Eltern eine wichtige Rolle bei der Behandlung ihrer Kinder einnehmen müssen. Eltern entscheiden über das Augenlicht ihrer Kinder.</p>
<p>„Die Eltern einer jungen Patientin trafen eine sehr schwerwiegende Entscheidung, die ihrer Tochter das Augenlicht kostete. Entgegen der eindrücklichen Warnung ihres behandelnden Arztes nicht zu operieren, entschieden sie sich, zu einem anderen Arzt zu gehen, der versprach, dass man ohne Probleme operieren könne. Die Operation wurde durchgeführt und ging schief. Das Augenlicht ist nun nicht mehr zu retten. Nun sind sie wieder bei ihrem Arzt, der nun nichts mehr machen kann.“</p>
<p>Ein weiteres großes Problem bei Aniridie ist das extrem trockene Auge. Hier gilt es die Hornhaut zu schützen vor Blaulicht, Wind, Staub was bisher ja bekannt war. Außerdem die Befeuchtung der Augen auch wie bisher bereits bekannt. Was zusätzlich helfen kann ist sehr viel zu blinzeln und den Blick immer mal schweifen lassen, laut Tor Paaske Utheim.</p>
<p>Die Insulintropfen Agarnisen (antisense oligonucleotide preventing insulin receptor substrate) die einwachsende Blutgefäße im Auge verdrängen sollen, wurden vorgestellt. Sie befinden sich nun in der Forschungsstufe 3 und brauchen noch die Zulassung. Danach wird es Testreihen mit Probanden geben und wenn diese erfolgreich war, die Zulassung durch Krankenkassen eingeholt.</p>
<p>Stand jetzt ist man Dank der Forschung auf dem Weg die Erblindung in naher Zukunft aufhalten zu können. Zum Thema Stammzelltransplantation ist von den internationalen Spezialisten erklärt worden, dass momentan nach 2 bis 3 Jahren die implantierten Zellen wieder absterben, da sie sich nicht richtig einnisten können. Hier möchte ich jedoch hinzufügen, dass Prof. Viestenz Studien nicht mit eingeflossen sind, da er leider nicht teilnehmen konnte. Auf meine Anfrage bei ihm, teilte er mir nur mit, dass es immer unterschiedlich von Patient zu Patient ist und es viele interessante Aspekte gibt. Wir sind gespannt auf seine Publikationen.</p>
<p>Neben der wissenschaftlichen Konferenz, fand zum 1. Mal die European Leadership Academy statt, an der 11 jugendliche Teilnehmer aus verschiedenen Nationen teilnahmen.</p>
<p>Ein großartiges Projekt welches weiter fortgeführt wird. Die Jugendlichen sind inzwischen miteinander in einer Arbeitsgruppe auf Whatsapp verbunden. Es wurden Projekte besprochen, die den Jugendlichen wichtig sind. Sie haben Arbeitsgruppen gebildet und ihr Projekt dann selbst vorgestellt. Sie erhielten ein Kommunikations Coaching, um selbstbewusster aufzutreten und ihr Selbstwertgefühl zu steigern. 3 paralympische Sportler mit Aniridie, gaben einen beeindruckenden Einblick über ihre Leidenschaft zum Sport und wie dieser ihr Leben positiv veränderte.</p>
<p>Am Sonntagmittag hielt der Vorstand der Aniridia Europe und die ANA ( Aniridia North America) ein gemeinsames Meeting ab. Hier wurde über den kommenden Aniridia Day gesprochen, der in diesem Jahr das Thema haben wird: Zusammen schaffen wir es. Es war meine Idee und ich erstellte dazu ein Poster, welches von beiden Seiten großen Zuspruch erhielt. Diese Message dahinter geht uns alle an. Mehr dazu am 21.6.24</p>
<p>Als große Ehre habe ich es empfunden, dass mich die ANA im nächsten Jahr zu ihrer Konferenz nach Atlanta (Georgia) eingeladen hat, um einen Vortrag zu halten wie unser Verein arbeitet und aufgebaut ist.</p>
<p>Die schwedische Aniridie Vereinigung hat eine wirklich hoch professionelle Konferenz ausgerichtet, die in naher Zukunft wohl nicht mehr zu toppen ist. Ein Höhepunkt war am Freitagabend das Galadinner in der City Hall in Stockholm, welches in vollem Umfang von der Stadt Stockholm ausgerichtet und bezahlt wurde. Wir fühlten uns wie Könige und Königinnen im blauen Festsaal, der für Besucher sonst nie zugänglich ist. Wir möchten nicht wissen, was die Stadt dafür bezahlt hat.</p>
<p>Am Sonntag ging es dann zum Abschluss auf eine Bootstour mit allen Ärzten, Forschern und Mitgliedern der Aniridia Europe. Im gemütlichen Flair mit wunderbarem Essen und Live Musik, bot sich die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen.</p>
<p>Somit sprach ich die Kölner Arbeitsgruppe des Restore Vision Projects (bei dem auch Prof. Coursiefen mitwirkt) an, und nach wenigen Minuten wurde aus dem Sie ein Du.</p>
<p>Sie erfuhren unsere Geschichte von der Gründung des Vereins bis heute. Sie waren alle sehr beeindruckt von unserer Arbeit, dem Willen und der gesamten Aniridia Community. Wir bleiben in Kontakt. Die Kölner Arbeitsgruppe steht mit ihrer Genforschung noch ganz am Anfang. Um sie zu unterstützen, gab ich ihnen Kontakte weiter, mit denen Sie in Zukunft zusammenarbeiten können.</p>
<p>Die nächste europäische Aniridie Konferenz wird in 2 Jahren in Bulgarien stattfinden.</p>
<p>Eure Denice und Eure Corinna.</p>
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				<div class="et_pb_heading_container"><h1 class="et_pb_module_heading">Zusammenfassung für Patienten von Prof. Neil Lagali</h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Abteilung für Ophthalmologie Abteilung für Biomedizinische und Klinische Wissenschaften, BKV</p>
<p>Die Konferenz begann mit unserem Hauptredner Tor Paaske Utheim, der über die Krankheit des trockenen Auges sprach: Mythen und Fakten. Die Botschaft, die wir mitnehmen können, ist, wie wichtig es ist, den Teufelskreis der Krankheit des trockenen Auges zu durchbrechen, je früher, desto besser, und nicht zu vergessen, dass die Krankheit des trockenen Auges eine Entzündungskrankheit ist. Das sollten wir nicht vergessen, denn wir wissen, dass die trockene n Augen bei Aniridie sehr häufig auftreten. Wir wissen auch, dass bei Aniridie eine Funktionsstörung der Meibomschen Drüsen vorliegt. (Maibom-Drüsen sind Talgdrüsen am Rand der Augenlieder, die eine ölige Flüssigkeit, die Lipidschicht des Tränenkanals bildet) Selbst, wenn die Tränenproduktion normal ist, funktionieren die Meibomschen Drüsen nicht. Wir wissen auch, dass PAX6 die Entwicklung der Tränendrüsen beeinträchtigt und der gesamte Tränenfilm und seine Zusammensetzung bei Aniridie beeinträchtigt sind. Der Tränenfilm ist so wichtig für die Aufrechterhaltung der Gesundheit der Augenoberfläche.</p>
<p>Wir gehen nun vom Hauptredner zur Sitzung über Glaukom über. Hier war Peter Netland so freundlich, uns seine Erkenntnisse mitzuteilen. Die Botschaft ist, dass Glaukom Drainage-Implantate bei Aniridie weit verbreitet sind und gut funktionieren, sie sind ein gutes Mittel zur Senkung des Augeninnendrucks. Aber es handelt sich um einen chirurgischen Eingriff, und alle chirurgischen Eingriffe sind invasiv und mit Risiken verbunden. Dies muss sowohl von den Patienten als auch von den Ärzten bedacht werden. Es gibt jedoch einige sehr interessante neue Technologien, wie z. B. minimal invasive Glaukom-Operationen, die in den Vereinigten Staaten immer häufiger durchgeführt werden. Sie kommen jetzt auch nach Europa und sind wirklich sehr vielversprechende Operationen für die künftige Kontrolle des Glaukoms. Wir hoffen, dass diese Art von Chirurgie, wie das Xen-Stent-Implantat, speziell auf die Aniridie übertragen werden kann, da dies eine sehr schnelle Operation sein kann, die den Abfluss wirklich verbessern kann und weniger Nebenwirkungen hat als die traditionelle Glaukomchirurgie. Wir hoffen, dass in den kommenden Jahren mehr klinische Beweise in diesem Bereich gesammelt werden können. Anschließend hatten wir eine sehr wichtige Sitzung über neue Forschungsbereiche bei Aniridie, die sich mit den Auswirkungen außerhalb des Auges befassen. Wenn es um die Lebensqualität bei Aniridie geht, gibt es mehrere Möglichkeiten, Informationen zu sammeln. Wir haben neue Fragebögen entwickelt, aber auch die Bedeutung von Geschichten, Interviews und narrativer Medizin für die Dokumentation der Lebenserfahrung von Patienten und Familien mit Aniridie ist sehr wichtig. Wir haben hier auf der Konferenz gesehen, dass die Erfahrungen der Patienten und ihrer Angehörigen berücksichtigt werden müssen, wenn wir über die Behandlung nachdenken. Wenn wir darüber nachdenken, wie wir die Lebensqualität von Patienten mit Aniridie verbessern können, und ich denke, wir beginnen, dies mehr zu erkennen. Diese Art von Studien und Ergebnismessungen sind sehr wichtig, und wir erkennen dies jetzt auch auf der Forschungsseite an. Ein Teil des Zwecks dieser Konferenz besteht darin, die Botschaft über die Lebensqualität und die Lebenserfahrungen von Menschen mit Aniridie an die Ärzteschaft weiterzugeben. Diese ganze Diskussion war sehr interessant.</p>
<p>James Lauderdale stellte einige sehr wichtige Forschungsergebnisse über Aniridie und ihre Auswirkungen auf das Gehirn vor. Die Botschaft war, dass es dokumentierte Auswirkungen der Aniridie im Gehirn gibt, und zwar in verschiedenen Teilen des Gehirns, die sich auf verschiedene Systeme auswirken und zu einem großen Teil die Symptome erklären können, von denen wir wissen, dass sie bei Menschen mit Aniridie auftreten. Dazu gehören der Geruchssinn, der Geschmackssinn, das Gehör, die auditive Verarbeitung sowie die Zirbeldrüse mit der Produktion von Melatonin, Schlafstörungen und Essstörungen, die vielen von Ihnen sehr vertraut sind, und auch die neurologischen und endokrinologischen Auswirkungen. All dies lässt sich auf PAX6 und seine Schlüsselrolle in verschiedenen Systemen und im Gehirn während der Entwicklung zurückführen. Dazu gehört auch die Bauchspeicheldrüse. Wir haben auch von dem Risiko für die Entwicklung von Diabetes gehört, dass durch die gestörte Glukose- und Insulinregulation im Körper bei Aniridie entsteht. Dies ist auch ein sehr wichtiger Aspekt der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei kongenitaler Aniridie. Als nächstes hatten wir eine Sitzung über künstliche Iris, Katarakt und das hintere Segment.</p>
<p>Vito Romano fasste den Stand unseres Wissens in einer systematischen Übersicht über die Implantation einer künstlichen Iris mit den uns heute zur Verfügung stehenden Geräten zusammen. Die künstliche Iris wird in fast 100 % der Fälle gleichzeitig mit der Kataraktoperation implantiert. Das ist gut, um die Zahl der Operationen zu minimieren. Aus der gesamten uns vorliegenden Literatur geht jedoch hervor, dass die künstliche Iris ein erhebliches Risiko für die Verschlimmerung eines bereits bestehenden Glaukoms in diesen Augen sowie für die Entstehung eines neuen Glaukoms bei Patienten birgt, die ursprünglich noch kein Glaukom hatten. Dies sind wichtige Überlegungen. Selbst wenn die Literatur zeigt, dass sich die Sehschärfe durch die Operation verbessert, ist es unmöglich zu unterscheiden, ob diese Verbesserung der Sehschärfe auf die Kataraktoperation oder auf die künstliche Iris zurückzuführen ist. Der größte Teil der Sehverbesserung ist wahrscheinlich auf die Kataraktoperation zurückzuführen. Es ist nicht klar, ob eine künstliche Iris wirklich einen Nutzen für das Sehvermögen hat. Wir haben auf der Konferenz auch von dem kleinen belgischen Unternehmen Azalea Vision gehört, dass die intelligente sklerale Kontaktlinse, die sie entwickeln, und der Pinhole-Effekt der Iris in dieser Linse bei der Sehkraft und der Photophobie helfen können.</p>
<p>Es folgte ein Vortrag von Dominique Bremond-Gignac über Anomalien des hinteren Segments bei PAX6-bedingter kongenitaler Aniridie. Einer der Hauptpunkte war die Foveahypoplasie, die eingestuft werden kann, und wie dies mit der Darstellung der Iris Hypoplasie zusammenhängt, die nicht immer leicht zu erkennen ist. Eines der angeführten Beispiele war, dass ein Patient mit Aniridie eine fast vollständige Iris, aber eine vollständige Foveahypoplasie haben kann.</p>
<p>Wenn man die Fovea schon im Kindesalter oder sogar bei Säuglingen untersuchen kann, kann dies wichtige Informationen über das Potenzial für eine visuelle Rehabilitation liefern. Denn selbst wenn der Rest des Auges klar ist, wird das Sehvermögen durch die Foveahypoplasie und die Hypoplasie des Sehnervs eingeschränkt sein.</p>
<p>Als nächstes fand eine Sitzung über Keratopathie und Aniridie statt. Es wurden einige sehr wichtige Fälle über die Keratopathie sowie Ergebnisse von Registerstudien in Schweden und im Vereinigten Königreich vorgestellt. Es wurden Fälle vorgestellt, in denen Aniridie-Patienten eine Hornhauttransplantation erhalten haben. Die Kernaussage war, dass wir keine guten Ergebnisse bei der Hornhauttransplantation sehen. Die Hornhauttransplantation scheitert bei Aniridie aus vielen Gründen, unter anderem weil es sich um ein fremdes Gewebe handelt, das in das Auge eingesetzt wird. Das Auge ist durch das Immunsystem belastet, und die Augen von Menschen mit Aniridie sind bereits immungeschwächt. Das macht die Transplantation zu einem Hochrisikoverfahren, was bedeutet, dass die Erfolgschancen bereits recht gering sind. Wir haben auch darüber diskutiert, wie man Erfolg definiert. Ein medizinischer Erfolg bei der Operation ist nicht gleichbedeutend mit einem erfolgreichen Ergebnis für den Patienten. Was wir bei den Transplantationen sehen, ist, dass die Hornhaut nach dem Eingriff vorübergehend klarer wird, so dass sich die Sehkraft leicht verbessern kann, aber das ist zeitlich begrenzt, und schließlich kommt die Keratopathie zurück. Die Sehkraft eines Patienten kann sich ein b is zwei Jahre lang verbessern, in seltenen Fällen sogar bis zu drei Jahren. Aber die Keratopathie kehrt wieder zurück, und nicht nur das: Nach dem Eingriff müssen die Patienten immunsupprimiert werden, und zwar durch systemische und lokale Immunsuppression am Auge &#8211; das kann für die Patienten eine ziemliche Belastung sein. Das bedeutet, dass sowohl die Patienten als auch die Familien und natürlich die Ärzte eine ernsthafte Diskussion darüber führen und die damit verbundenen Risiken gegen den möglichen Nutzen abwägen müssen. Wir haben einige Informationen über Stammzellentransplantation und Hornhauttransplantation zusammen gesehen, die bei Augen funktionieren können, die keine Aniridie -Augen sind. Aber bei einem aniridischen Auge ist das Risiko eines Transpla ntatversagens wesentlich höher. Dies muss also bedacht werden. Nur weil eine Stammzellentherapie verfügbar ist, bedeutet das nicht unbedingt, dass sie eine gute Option für Aniridie ist, auch wenn wir uns Hoffnungen auf Stammzellentherapien in der Zukunft machen. Dies führt uns zu unserer Sitzung über Stammzellen bei Aniridie. Es wurden verschiedene Erkenntnisse gewonnen, die auf der Analyse von Patientenmaterial beruhen &#8211; Gewebe von Patienten, die sich einem chirurgischen Eingriff unterzogen haben, aber auch Zellen, die aus Material stammen, das von Patienten mit Aniridie gespendet wurde &#8211; und auf der Programmierung dieser Zellen zu Stammzellen und den Erkenntnissen, die wir daraus ziehen können. Wir können uns vorstellen, dass dies ein möglicher Weg zu einer künftigen Behandlung sein könnte. Aber so weit sind wir noch nicht. Es wird noch Jahre dauern, bis wir sehen, dass einige dieser neuen Stammzelltechnologien bei Aniridie am Auge angewendet werden können. Aber wir lernen schon jetzt eine Menge aus dieser Forschung, und das kann in Zukunft für die Aniridie von großem Nutzen sein.</p>
<p>Eine der Botschaften ist, dass noch nicht alles verloren ist, dass es Beweise dafür gibt, dass es in den Hornhäuten und im Limbus von Augen mit Aniridie noch Stammzellen gibt. Wir müssen nur versuchen herauszufinden, wie wir diese aktivieren können. Was genau ist schief gelaufen? Sie funktionieren nicht so, wie sie sollten. Es ist ein Zeichen der Hoffnung, dass wir zumindest diese Hinweise auf Stammzellen sehen, die bei Aniridie noch vorhanden sind. Die Forscher müssen versuchen, herauszufinden, was die Mechanismen sind, was passiert, und wie wir versuchen können, diese Stammzellen dazu zu bringen, das zu tun, was sie tun sollen, damit wir verhindern, dass die Gefäße in das Auge hineinwachsen. Die Gefäße in der Hornhaut, die die Sehkraft so stark beeinträchtigen. Auf diesem Gebiet wird viel geforscht, es gibt also Grund zur Hoffnung.</p>
<p>Anschließend fand eine Sitzung zum Thema Genetik und Aniridie statt, die von Maria Moosajee und Sophie Valleix gehalten wurde. Eine der Botschaften, die wir mit nach Hause nehmen konnten, war, dass es sehr wichtig ist, bei Aniridie eine genetische Analyse durchzuführen, auch wenn diese nicht überall und in jedem Land verfügbar ist. Dort, wo es möglich ist, wird jedoch dringend empfohlen, einen genetischen Bericht anfertigen zu lassen, denn dieser kann uns schon heute Aufschluss darüber geben, welche Auswirkungen die Aniridie auf das Auge haben wird. Wie sieht die Prognose aus? Wird ein Kind vielleicht systemische Auswirkungen haben oder nicht? Auch im Rahmen der genetischen Beratung kann es hilfreich sein, zu wissen, welches Gen und welche Mutation tatsächlich betroffen ist. Das ist auch für die Zukunft wichtig, denn je mehr wir über die Genetik erfahren, desto wichtiger wird es, dass die Genetik des Patienten wirklich gut dokumentiert ist. Da die Krankheit so vielfältig ist, müssen wir in der Medizin und in der Forschung, wenn wir über Aniridie sprechen, damit beginnen, die Genetik als Leitfaden zu verwenden, um zu beschreiben, was ein Patient tatsächlich hat. Dabei geht es nicht nur um die Art der Mutation, sondern auch um die Art des Phänotyps. Wir sollten nicht unterschätzen, welche Auswirkungen die Benennung einer Krankheit hat und wie sehr sie die medizinische Versorgung und die Forschung voranbringen kann. Man darf auch nicht vergessen, dass wir die Diskussionen mit vielen der Forscher hier auf der Konferenz fortsetzen werden, um einen Konsens darüber zu finden, wie wir dieses PAX-6-Aniridie-Syndrom/Spektrum benennen können. Das wird auch nach dieser Konferenz fortgesetzt, und das ist ein gutes Ergebnis dieser Konferenz, dass wir versuchen, einen Konsens über die Benennung der Krankheit und ihrer Varianten zu erzielen.</p>
<p>Anschließend hatten wir eine Sitzung über die Behandlung der Aniridie, insbesondere bei Kindern. Wir hörten von Fabian Fries und Nora Szentmary vom Schwiete -Zentrum für Aniridie in Homberg, wo viele Patienten mit Aniridie in Deutschland behandelt werden. Von den Hunderten von Patienten, die dort behandelt werden, erfuhren wir, was die Daten über das Fortschreiten der Krankheit aussagen und wie diese behandelt wird. Dominique Bremond-Gignac stellte dann in der Sitzung die Leitlinien für Aniridie vor. Die Leitlinien sind so wichtig für viele verschiedene Gruppen, für die Patienten und für die Ärzte. Es gibt zwar Leitlinien in verschiedenen Ländern, aber keine gesamteuropäische Leitlinie. Das wird sehr bald geschehen, und die europäischen Leitlinien können an v iele verschiedene Gruppen und Länder weitergegeben werden und als Ressource dienen. Das wird der Aniridieversorgung wirklich helfen und auch für die Patienten eine Ressource sein.</p>
<p>Daran arbeiten viele der hier Anwesenden, und Dominique steht an der Spitze dieser Bemühungen, die sich auf die französischen Aniridie-Leitlinien und die Arbeitsgruppe der COST-Aktion stützen.</p>
<p>Heute Morgen hatten wir eine Sitzung über Gentherapieansätze, einschließlich eines Vortrags von Elisabeth Simpson, die uns neue Mausmodelle für Aniridie vorstellte und uns zeigte, wie wichtig diese sind und wie wichtig es ist, dass sie das nachahmen, was bei Patienten mit Aniridie wirklich passiert. Und wir kommen einem exzellenten Modell der menschlichen Krankheit immer näher. Das ist wirklich vielversprechend, denn je besser das Modell für die menschliche Krankheit ist, desto mehr Dinge können wir testen, und desto mehr Relevanz wird es haben, wenn wir neue Therapien entwickeln und versuchen, sie in erste klinische Studien zu bringen.</p>
<p>Ich denke, wir sind bereits an einem Punkt angelangt, an dem wir über sehr gute Modelle verfügen, die wir jetzt einsetzen. Heute Morgen haben Sie zwei Vorträge gehört, in denen es um die Charakterisierung dieser Mausmodelle für Aniridie ging und darum, wie nah sie an dem sind, was wir bei Patienten sehen. Das ist sehr vielversprechend.</p>
<p>Dann haben wir etwas über die technologische Entwicklung gehört. Andrew Hopkinson sprach mit uns über das Omnigen-Produkt, die Amnionmembran. Wir hoffen, dass das Produkt dieses heilende Gewebe für mehr Menschen und für mehr Indikationen verfügbar macht, als dies bisher der Fall war. Andrew hat einige gute Ergebnisse mit Patienten mit Aniridie gezeigt, die diese Amnionmembran erhalten haben, und dass sie die Heilung bei den Patienten wirklich gefördert hat. Das ist wirklich etwas, auf das wir in Zukunft aufbauen wollen, weil es den Zugang und die Verfügbarkeit dieser Behandlungsoption für Aniridie verbessern würde. Anschließend sprach Andres Vasques Quintero über die dynamische Kontaktlinse mit integrierter individueller Blende. Das ist sehr vielversprechend, aber es wird wohl noch drei bis fünf Jahre dauern, bis ein Produkt auf den Markt kommt. Aber das Unternehmen spricht bereits mit Gruppen, die an Aniridie leiden, um das Gerät speziell für Aniridie zu entwickeln. Er hat gezeigt, dass allein die Kontrolle der Iris und des Durchmessers zur Regulierung der Lichtmenge im Auge das Sehvermögen verbessern kann. Dabei ist zu bedenken, dass wir eine Fovea-Hypoplasie haben. Aber ich denke, wenn wir nur eine leichte Verbesserung des Sehvermögens erreichen können, könnte das für die Patienten auch funktionell einen großen Unterschied bedeuten. Die Tatsache, dass dieses Gerät keine zentrale Pupille haben muss, sondern an die jeweilige Person und sogar an die Krümmung der jeweiligen Hornhaut angepasst werden kann, macht es zu einer maßgeschneiderten Lösung für jeden einzelnen Patienten.</p>
<p>Schließlich hatten wir eine gute Podiumsdiskussion über die Überführung von Therapien aus Tiermodellen in die Klinik. Wir stellen fest, dass es vielleicht drei bis fünf Jahre dauern wird, wenn es sich um ein Medikament handelt, das wir wiederverwenden, ode r um ein bereits zugelassenes Medikament, aber vielleicht fast zehn Jahre oder mehr, wenn es sich um eine neue Therapie handelt, ein neues Medikament oder eine neue Stammzelltherapie zum Beispiel. Aber es ist wichtig, alle diese Forschungslinien im Hinblick auf die Zukunft am Laufen zu halten. Wir wissen nie, was passieren wird und welche Therapien den Patienten in Zukunft am meisten helfen werden.</p>
<p>Übersetzung: Denice Toews</p>
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		<title>6. Europäische Aniridiekonferenz 2022, Spanien</title>
		<link>https://www.aniridie-wagr.de/6-europaeische-aniridiekonferenz-2022-spanien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sto]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jun 2022 13:29:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aniridiekonferenz]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><strong>Bericht der 6. Europäischen Aniridie Konferenz, Alicante San Juan 2022</strong></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="font-weight: 400;">Link zum Archiv: <a href="https://aniridiaconference.org/eac2022/" target="_blank" rel="noopener" title="6. Europäische Aniridiekonferenz, Spanien">6. Europäische Aniridiekonferenz, Spanien</a></p>
<p style="font-weight: 400;">Vom 3.-5. Juni 2022 fand die 6. Europäische Aniridiekonferenz in Spanien statt. Betroffene, Spezialisten und Repräsentanten aus aller Welt waren extra angereist.</p>
<p style="font-weight: 400;">Unser Verein war vertreten durch Jan Gockell und Denice Toews.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: center;"> <img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/Alicante-2022-195x300.jpg" width="195" height="300" alt="" class="wp-image-701 alignnone size-medium" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Am Freitag gab es für Patienten die Möglichkeit einer gründlichen und professionellen Augenuntersuchung in der Augenklinik Vissum in Alicante. Im Anschluss fand eine genetische Beratung statt und die Möglichkeit via Speicheltest einen Gentest zu Forschungszwecken abzugeben, bei der auch die Eltern untersucht wurden. Zum Thema Genforschung kommen wir später noch einmal zurück.</p>
<p style="font-weight: 400;">Am Nachmittag trafen sich die Vertreter der europäischen Länder zu einem Networking Meeting. Jedes Land stellte seinen Verein vor. Welche Aktivitäten es dort gab, was erreicht wurde und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Es waren zum Teil sehr beeindruckende Präsentationen dabei. Jedoch gibt es fast überall auch dieselben Probleme. So zum Beispiel wurde davon berichtet, wie schwer es sei, die eigenen Mitglieder zur Mitarbeit zu gewinnen oder das Informationen nicht gewollt würden. Viele holen sich nach der Diagnose Informationen und melden sich dann jahrelang nicht mehr, bis es dann akut Probleme gibt. Beeindruckt war man von unserer Art der Kommunikationsmöglichkeit in Signal und dass dies auch so gut angenommen wird. Das Hauptthema diese Meetings war, wie wir unsere Kräfte bündeln können, um die Forschung bestmöglich zu unterstützen. Dies versuchen wir, indem wir Lücken schließen, Beiträge zu laufenden Projekten leisten und neue Bereiche identifizieren in denen Forschungsbedarf besteht. Einen wirklich sehr wichtigen Anteil haben hier die Betroffenen und auch die Eltern selbst. Sie sollen sich auch genetisch untersuchen lassen, um einen evtl. Zusammenhang erforschen zu können. Eine wichtige Frage ist auch, wie man noch weitere Ärzte und Forscher überzeugen kann, für Aniridiepatienten zu forschen. Eine große Rolle spielen dabei Zeit und Geld. Ein Ansatz könnte sein, ein „persönliches“ Interesse zu wecken an einer Erkrankung wie dieser, die mit einer solch extremen genetischen Vielfalt einhergeht.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong><br />Das Wichtigste zusammengefasst:<br /></strong><br />Heute kennen nur etwa 25 % der Ärzte die Definition einer bestimmten seltenen Krankheit wie der Aniridie bevor sie einen Patienten treffen. Dies ist einer der Gründe für die Verbesserung der Anstrengungen und der Zusammenarbeit bei der Sammlung von Informationen und dem Aufbau eines EU Registers für die Verbreitung von Wissen<br /><em>Prof. J. Carlos Pastor JOB,</em> sprach über die<br />Rolle europäischer Netzwerke und Register bei der Entwicklung. </p>
<p style="font-weight: 400;">Auftreten der Aniridie und das WAGR-Syndrom:</p>
<p style="font-weight: 400;">1 : 500 000 Wagr</p>
<p style="font-weight: 400;">1 : 80 000 Aniridie</p>
<p style="font-weight: 400;">Heute kennen wir <strong>mehr</strong> als 750 verschiedene Mutationen bei PAX6. Im Jahr 2018 kannten wir nur etwas mehr als 500 von ihnen. 66 % dieser Mutationen treten sporadisch auf und 69 % der Patienten haben eine &#8222;klassische Aniridie&#8220;. <em>Dr. Marta Corton, Jiménez Díaz Foundation University Hospital-IIS,</em> <em>Spanien</em>, gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der genetischen Forschung im Bereich Aniridie auf europäischer Ebene</p>
<p style="font-weight: 400;">15 % aller Fälle ohne genetische Diagnose</p>
<p style="font-weight: 400;">Noch immer gilt, keine Operationen wenn nicht dringend notwendig, aufgrund von Gefahren einer Inflammation des Auges.</p>
<p style="font-weight: 400;">Keine Kontaktlinsen, keine Iris-Implantate!</p>
<p style="font-weight: 400;">Die genetische Forschung ist extrem wichtig, um die Aniridie zu verstehen und anhand der Mutationen zu erkennen, welche Behandlungen notwendig sind.</p>
<p style="font-weight: 400;">Etwa 50% &#8211; 70 % aller Patienten entwickeln laut amerikanischer Studie im Durchschnittsalter von 8,5 Jahren ein Glaukom. Eine Glaukom OP gilt als erfolgreich, wenn der IOP weniger als 21 ist mit oder ohne Medikamente. Prof. Peter Netland, University of Virginia, Amerika</p>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Der vollständige Bericht wird unseren Mitgliedern zur Verfügung gestellt.</span></p></div>
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		<title>5. Europäische Aniridiekonferenz 2020, England</title>
		<link>https://www.aniridie-wagr.de/buchung-fuer-die-europaeische-aniridie-konferenz-vom-31-07-01-08-2021-jetzt-moeglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sto]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2021 13:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aniridiekonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Aniridiaconference]]></category>
		<category><![CDATA[Aniridie]]></category>
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					<description><![CDATA[Link zum Archiv: 5. Aniridiekonferenz 2020, England Wir sind hocherfreut Ihnen mitzuteilen, dass das Buchungssystem für die Europäische Aniridie Konferenz jetzt eröffnet ist.Sie wird am 31. Juli und 1. August 2021 stattfinden! Teilen Sie diese Einladung gern weiter, nutzen sie #EuroAniridiaConf in den Sozialen Medien. &#8211; Reden von Tony Moore, Cheryl Gregory Evans, Dominique Brémond-Gignac, Christina Grupcheva, Russell Foster,David Price, Daniel Aberdam, Neil Lagali, Ali Djalilian, Julie Daniels, Mariya Moosajee, Steve Tuft, Kelly Trout und vielen anderen…&#8211; Betroffene werden Ihre Lebensgeschichte mit Aniridie teilen&#8211; Virtuelles Netzwerken für alle Anwesenden&#8211; Junge Wissenschaftler werden in einem Wettbewerb für einen 100 Pfund Preis kurze Reden halten&#8211; „Zusammenarbeiten“ – Runder Tisch mit Details zu den Programmen „ERN-Eye“ und „Aniridia COST“&#8211; Workshop für Patientenvereinigungen und Kontaktpersonen – „Wir bauen eine unterstützende Gemeinschaft“&#8211; Jugendtreffen Augenärzte, Forscher, Genetiker und Betroffene mit ihren Familien sowie Angehörigen sind unsere Zielgruppe.Durch das Teilen dieser Erfahrungen und Fortschritte rund um Aniridie erhoffen wir uns eine stärkere Gemeinschaft und Unterstützung für sowie untereinander.Aniridie zu verstehen ist schwierig aufgrund der geringen Patientenzahl (1 aus 47.000), es ist aber hoch variabel, kompliziert und individuell in seinen Ausprägungen.Die Europäische Aniridie Konferenz bringt Experten aus aller Welt zusammen, es ist der produktivste Weg, um neue Wege [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Link zum Archiv: <a href="https://aniridiaconference.org/eac2021/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">5. Aniridiekonferenz 2020, England</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide"/>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind hocherfreut Ihnen mitzuteilen, dass das Buchungssystem für die Europäische Aniridie Konferenz jetzt eröffnet ist.<br>Sie wird am 31. Juli und 1. August 2021 stattfinden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teilen Sie diese Einladung gern weiter, nutzen sie <strong>#EuroAniridiaConf</strong> in den Sozialen Medien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Reden von Tony Moore, Cheryl Gregory Evans, Dominique Brémond-Gignac, Christina Grupcheva, Russell Foster,<br>David Price, Daniel Aberdam, Neil Lagali, Ali Djalilian, Julie Daniels, Mariya Moosajee, Steve Tuft, Kelly Trout und vielen anderen…<br>&#8211; Betroffene werden Ihre Lebensgeschichte mit Aniridie teilen<br>&#8211; Virtuelles Netzwerken für alle Anwesenden<br>&#8211; Junge Wissenschaftler werden in einem Wettbewerb für einen 100 Pfund Preis kurze Reden halten<br>&#8211; „Zusammenarbeiten“ – Runder Tisch mit Details zu den Programmen „ERN-Eye“ und „Aniridia COST“<br>&#8211; Workshop für Patientenvereinigungen und Kontaktpersonen – „Wir bauen eine unterstützende Gemeinschaft“<br>&#8211; Jugendtreffen<br><br>Augenärzte, Forscher, Genetiker und Betroffene mit ihren Familien sowie Angehörigen sind unsere Zielgruppe.<br>Durch das Teilen dieser Erfahrungen und Fortschritte rund um Aniridie erhoffen wir uns eine stärkere Gemeinschaft und Unterstützung für sowie untereinander.<br>Aniridie zu verstehen ist schwierig aufgrund der geringen Patientenzahl (1 aus 47.000), es ist aber hoch variabel, kompliziert und individuell in seinen Ausprägungen.<br>Die Europäische Aniridie Konferenz bringt Experten aus aller Welt zusammen, es ist der produktivste Weg, um neue Wege und Therapien zu entwickeln. Unsere Zusammenkunft hilft, Patienten und Betroffenen zu helfen, durch bessere Behandlungen und ein Miteinander.<br>Es wird 2 Tage voller Präsentationen und Netzwerken geben, bei denen Wissen untereinander geteilt wird. Betroffene werden Ihre Sicht teilen und direkt mit Ärzten, Forschern und Wissenschaftlern auftreten. Auch nicht Augen-spezifische Aspekte, wie Übergewicht, Diabetes, neurologische Defizite, etc. werden erörtert.<br>Das Netzwerken in virtuellen Räumen wird teils moderiert, teils offen für alle sein.<br><br>Wir hoffen, Sie nutzen die Chance und werden wie wir viel lernen und erfahren. Stellen Sie Ihre Fragen, sprechen Sie mit Betroffenen und Experten aus aller Welt, werden Sie selbst zum Experten!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz wird Forschung und klinische Praxis zusammenbringen, sowie die Einbeziehung der Betroffenen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Highlights sind u. a.:</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide"/>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>+++ ORIGINALARTIKEL +++</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">We are delighted to tell you that booking for the European Aniridia Conference is now open!<br>It will take place online during 31 July &amp; 1 August 2021 and will be amazing!<br><a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAX-1/c.aspx" target="_blank">Find out more and sign up for free at 2020.aniridiaconference.org</a><br>Pass this invitation on to anyone you think may be interested. Share on your social networks using #EuroAniridiaConf <a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAY-1/c.aspx" target="_blank">Print and display this A4 poster too</a>. You could also alert professional publications to our&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A52IJ-1/c.aspx" target="_blank">press release</a>.<br>The event will combine excellence in aniridia research and clinical practice, plus patient engagement.<br>Highlights include:Talks by: Tony Moore, Cheryl Gregory Evans, Dominique Brémond-Gignac, Christina Grupcheva, Russell Foster, David Price, Daniel Aberdam, Neil Lagali, Ali Djalilian, Julie Daniels, Mariya Moosajee, Steve Tuft, Kelly Trout and many morePatients telling their stories of life with aniridia<a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAZ-1/c.aspx" target="_blank">42 clinics with top UK consultants for patients/relatives from under-represented countries</a>Virtual networking room for all attendees<br><a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PB0-1/c.aspx" target="_blank">Early career scientists giving very short talks in a competition for a £100 prize</a>&#8222;Working Together&#8220; roundtable including details of ERN-Eye &amp; Aniridia COST&#8220;Building a Supportive Community&#8220; workshop for patient associations and contact people.&nbsp;Young Aniridics meet-upAniridia Europe achievements and plans review5 posters by researchers from Russia and the UK.Professionals such as: ophthalmologists, researchers, vision scientists, and geneticists, plus people who have aniridia and their relatives are the target audience.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="172" src="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/martincolinsonpresenting.jpg" alt="" class="wp-image-578" srcset="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/martincolinsonpresenting.jpg 500w, https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/martincolinsonpresenting-480x165.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 500px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">By sharing the insights of those developing treatments and living with aniridia, it&#8217;s goal is to upskill each other and strengthen our medical and patient communities. This will enable us together to prevent sight loss and deal with aniridia&#8217;s other effects.<br>Understanding aniridia is challenging, due to the scattered patient population (1 in 47,000), its highly variable impact and complications of linked conditions.<br>The European Aniridia Conference (EAC) innovatively addresses this by bringing together different kinds of the world’s top experts. It’s the most productive path to developing new disease management and therapies. It accelerates the development of better treatments and hugely improves patient care.<br>There will be 2 days of presentations and networking to share knowledge on how aniridia affects the different parts of the body. Each section will be introduced by a person with aniridia giving details of their experiences. Non-eye aspects of aniridia will be addressed, as patients are known to have problems with weight control, diabetes and possibly neurological/brain-related deficits too.In the virtual networking room alongside the presentations, delegates can discuss mutual interests and review the talks. Some conversations will be facilitated, others free flowing.<br>The last part of the conference will focus on adult patients and parents of children with aniridia. 2 more adults with aniridia will describe their life with low vision in depth. Aniridia Europe will discuss their future plans. Leaders of established national patient associations will advise those who aspire to build a patient group in their area.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="216" src="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/398752_webinarcc350.gif" alt="" class="wp-image-579"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&#8222;The EAC is highly valued because it brings together fundamental scientific research and clinical practice, while at the same time providing opportunity for friendly and open engagement with patients. The meeting will be a vibrant and informative event, especially as the critical mass of clinicians and scientists rising to meet the challenges of understanding the role of genetic mutation in aniridia all the way through to clinical trials of novel therapies is growing”</strong><br><strong><br>Julie DanielsProfessor of Regenerative Medicine &amp; Cellular Therapy at UCL Institute of Ophthalmology</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="389" height="467" src="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/juliedaniels467.jpg" alt="" class="wp-image-580" srcset="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/juliedaniels467.jpg 389w, https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/juliedaniels467-250x300.jpg 250w" sizes="(max-width: 389px) 100vw, 389px" /><figcaption>????????????????????????????????????</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Likewise, a researcher declared:&nbsp;<strong>“What I like most about these events is sharing and talking with patients and families.”</strong><br>At previous conferences patients enjoyed:&nbsp;<strong>“learning new things and meeting amazing professionals and others in similar situations.”&nbsp;</strong><br>Parents of children with aniridia valued:<strong>“the chances to meet others, making connections and touching base with professionals interested in aniridia.”</strong>We hope you will join us for what promises to be a superb learning opportunity. Don&#8217;t miss the chance to ask questions to live and speak to the best informed people around the world about aniridia &#8211; and become one of them yourself! <a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAX-1/c.aspx" target="_blank">Find out more and sign up for free at 2020.aniridiaconference.org</a></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="585" height="329" src="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/parissponsors169.jpg" alt="" class="wp-image-581" srcset="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/parissponsors169.jpg 585w, https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/parissponsors169-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 585px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="226" src="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/799408_ejprdlogo-1024x226.png" alt="" class="wp-image-582" srcset="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/799408_ejprdlogo-980x216.png 980w, https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/799408_ejprdlogo-480x106.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">This Networking event has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under the EJP RD COFUND-EJP N° 825575.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="255" height="170" src="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2022/06/799407_europeanunionflag.png" alt="" class="wp-image-583"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAN-1/c.aspx" target="_blank">Blog </a><a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAO-1/c.aspx" target="_blank">Facebook </a><a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAP-1/c.aspx" target="_blank">Twitter </a><a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAQ-1/c.aspx" target="_blank">Instagram</a><a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAR-1/c.aspx" target="_blank"> YouTube</a><br>Support Aniridia Network: <a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAS-1/c.aspx" target="_blank">As you shop or by credit/debit card</a><a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAT-1/c.aspx" target="_blank">As you sell or by PayPal</a><a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAU-1/c.aspx" target="_blank">by one-off or regular donation</a><a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAV-1/c.aspx" target="_blank">buy our merchandise</a><br>Aniridia Network07792 867 949&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="mailto:info@aniridia.org.uk" target="_blank">info@aniridia.org.uk</a><br>Patron: Veronica van Heyningen, CBE<br><a rel="noreferrer noopener" href="https://r1.technology-trust-news.org/t/5GY9-DZD8-1RI71R-A4PAW-1/c.aspx" target="_blank">Aniridia Network is registered as a charity number 1176792 in England and Wales</a><br>22 Cornish House, Adelaide Lane, Sheffield, S3 8BJ</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>4. Europäische Aniridiekonferenz 2018, Frankreich</title>
		<link>https://www.aniridie-wagr.de/4-europaeische-aniridiekonferenz-2018-in-paris-frankreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sto]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jan 2018 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aniridiekonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Aniridiaconference]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
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					<description><![CDATA[Link zum Archiv: 4. Europäische Aniridiekonferenz 2018, Frankreich]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2018/01/Aniridiaconference2018.jpg" alt="" class="wp-image-550" width="821" height="580" srcset="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2018/01/Aniridiaconference2018.jpg 821w, https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2018/01/Aniridiaconference2018-480x339.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 821px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Link zum Archiv: <a href="https://aniridiaconference.org/eac2018/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">4. Europäische Aniridiekonferenz 2018, Frankreich</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>3. Europäische Aniridiekonferenz 2016, Deutschland</title>
		<link>https://www.aniridie-wagr.de/3-europaeische-aniridiekonferenz-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sto]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jun 2016 21:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aniridiekonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[20216]]></category>
		<category><![CDATA[Aniridiaconference]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2016/06/eventbride-banner-1024x512.png" width="1024" height="512" alt="Aniridiekonferenz 2016-banner" class="wp-image-691 alignnone size-large" srcset="https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2016/06/eventbride-banner-1024x512.png 1024w, https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2016/06/eventbride-banner-980x490.png 980w, https://www.aniridie-wagr.de/wp-content/uploads/2016/06/eventbride-banner-480x240.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></p>
<p style="font-weight: 400"><strong>Der Patiententag <span>&nbsp;</span>am 26. August war ein sehr interessanter, wenn auch sehr anstrengender Tag für alle. Es war unheimlich heiß, sehr viele Menschen aus verschiedenen Ländern waren angereist. Es konnten gute Gespräche geführt werden und auch ein Austausch zwischen Ärzten und Patienten fand statt.</strong></p>
<p style="font-weight: 400"><em>&nbsp;</em></p>
<p style="font-weight: 400"><em>Die Patienten, hatten alle ihre ganz eigenen Motivationen herzukommen, und nahmen teilweise sehr weite Strecken auf sich. Da war z.B. das junge Elternpaar aus Polen, das noch völlig von der Angst gefangen war, ihrem Kind könne kein erfülltes Leben geschenkt werden, die aber im Gespräch mit gestandenen, optimistischen Betroffenen durchaus ruhiger wurden und viele sehr sinnvolle Fragen stellten. Da war auf der anderen Seite die Mutter einer volljährigen Tochter, die die Gefahren der Krankheit durchaus sah, wohingegen ihre Tochter, die nicht dabei war, diese einfach noch nicht wahrhaben wollte. Eine durchaus verständliche Haltung eines Teenagers, der bis dahin noch alles gepackt hat. Eine durchaus verständliche Haltung eines Teenagers, der bis dahin noch alles gepackt hat. Das hat mich als Betroffene und Vorsitzende unseres deutschen Vereines sehr an die junge Abiturientin denken lassen, die ich einmal war mit euphorischen Vorstellungen, des „Du kannst alles, wenn Du es nur willst“. Wir wissen, das trifft bei weitem nicht immer zu, und die Enttäuschungen kamen prompt, aber eben auch die Lebenslagen, in denen Kraft und Mut ihren Ursprung fanden.</em></p>
<p style="font-weight: 400"><em>&nbsp;</em></p>
<p style="font-weight: 400"><strong><u>Der medizinische Teil der Konferenz am 27. und 28. August</u></strong></p>
<p style="font-weight: 400"><em>&nbsp;</em></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Erlend Summer Lansend &#8211; Oslo</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Beschrieb die Symptome bei der Pax gebundenen Aniridie und auch bei anderen Formen der Aniridie.</p>
<p style="font-weight: 400">Er ging darauf ein, dass es die Hornhautprobleme, das Glaukom und den Katarakt gibt, und dass in der Regel von einer deutlichen Sehbehinderung auszugehen ist. Er wies darauf hin, dass die Iris-Veränderungen sehr subtil sein können. Sehr fein, Frau Kaesmann hat selbst Patienten gesehen wo eine vollständige Iris da war, wo sie mit der Spaltlampe schauen musste, um zu sehen, dass die Iris Substanzdefekte hatte. Wirkte zunächst ganz unauffällig.</p>
<p style="font-weight: 400">Er sprach davon, dass die hauptsächlichen Störungen, der Katarakt, die Aniridie, und die aniridiebezogene Hornhauttrübung seien.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Kaesmann -Kellner UKS Homburg/Saar</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Sie hat Patienten vorgestellt, bei denen keine Pax6 gebundenen Mutationen vorlagen. 200 Patienten sind derzeit in Homburg in Behandlung. Ein Viertel davon ist noch nicht genetisch analysiert. Das sind hauptsächlich die erwachsenen Patienten. Bei den Patienten, die familiäre Aniridie haben, wird von einer Pax6 Veränderung ausgegangen. Und dann gibt es sehr viele sporadisch betroffene Patienten, wo die Eltern gesund sind, aber das Pax Gen genetisch festgestellt wurde. Übrig geblieben sind 27 Patienten, bei denen trotz intensiver Suche nichts auf dem Pax 6 oder irgendwo etwas gefunden wurde. Bei 13 Patienten wurden andere Gene gefunden, die auch schon in der Literatur beschrieben wurden, die auch mit Aniridie einhergehen. Wie zum Bsp. Peterserkrankung, Rieger Erkrankung jeweils mit kompl. Aniridie.</p>
<p style="font-weight: 400">Dann gab es auch chromosomale Veränderungen, Trisomie 13 Petahu Syndrom mit Aniridie, kleine Bruchstückverluste auf seltenen Genen, man kann sicher auch weitere Genorte finden, wo aus einem defekten Genort eine Aniridie resultieren kann.</p>
<p style="font-weight: 400">Von diesen 27 Patienten konnten 13 damit aufgeklärt werden, bei 14 wurde bisher nichts gefunden. Diese hatten ein interessantes Spektrum von mild betroffen und relativ guter Sehschärfe und fehlendem Augenzittern, bis hin zu ganz schweren Fällen mit Microphtalmus und kleinen Augen und Lichtscheinwahrnehmung und fehlender Iris. Schlussfolgerung war, dass die Patienten, die keine Pax6 Genveränderung haben, ein sehr breites Spektrum aufwiesen, von annähernd normaler Sehschärfe bis hin zu angeborener Blindheit. Gerade bei Patienten, bei denen unerwartet genetische Veränderungen gefunden wurden, gibt es wohl eine Ansatz, um auf diesen Fundorten noch ganz gezielt nach weiteren Genorten für die Aniridie zu suchen.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Lim Yun Tek &#8211; Korea</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Interessanter Vortrag über 28 Patienten, davon 18 nicht verwandte Familien. Die Sehschärfe war auch hier weit gestreut, von nur Handbewegungen sehen können bis hin zu 80 % Visus. Das Ausmaß des Nystagmus war auch sehr variabel. Eine Patientin hatte keinerlei Fehlbildung vom Ort des schärfsten Sehens. Er schlussfolgert, dass die Patienten trotz Mutationen im Pax6 Gen ein breites Spektrum von phänotypischen, also von äußeren Merkmalen am Auge hatten, die von „sehr mild“ bis zu „sehr ausgeprägt“ reichen konnten. Er verglich dies dann mit Patienten ohne die Pax6 Mutation. Der unterschiedliche Phänotyp kommt sicherlich auch innerhalb der Pax 6 Mutation vor, einfach weil das Pax 6 Gen eine gewisse Länge hat und kann natürlich, wenn eine Mutation an einem Ort ist, schon zu einer anderen Ausprägung führen als eine Mutation auf einem entfernter gelegenen Ort.</p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>&nbsp;</u></em></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Jens Martin Rohrbach sprach über die Historie der Aniridie</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Es gab 1957 bereits ausgeprägte Familienstudien, bei der die Iris sehr unterschiedlich ausgeprägt war. Er sagt, dass man bereits viel geforscht hat auf dem Gebiet.</p>
<p style="font-weight: 400">Er wies darauf hin, dass man die Aniridie nicht heilen kann, jedoch aber besser behandeln kann, hinsichtlich des Glaukoms und der heute zur Verfügung stehenden Möglichkeit einer Hornhauttransplantation und Stammzellenbehandlung.</p>
<p style="font-weight: 400">Er wies auch außerdem darauf hin, dass es wohl nie möglich sein wird, eine natürlich Iris (aus Organspende) zu implantieren, da dies zu aufwendig sei, also quasi unmöglich. Er rät auch dringend davon ab, sich ein Iris Implantat einsetzen zu lassen, da die Gefahren, die dies mit sich zieht, enorm hoch sind.</p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>&nbsp;</u></em></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Frau Veronica van Heyningen</u></em></p>
<p style="font-weight: 400"><strong>Genetik- Pax 6 und andere Gene, unterschiedliche Mutationen, unterschiedliche Erscheinungsformen</strong></p>
<p style="font-weight: 400">Arbeitet in UK</p>
<p style="font-weight: 400">Sie sprach viel darüber, dass das Pax6 Gen ein kontrollierendes Gen ist, was auch schon evolutionär älter ist (bei Fliegen etc., die weit älter sind als wir, besteht es schon lange). Das Gen ist zuständig für die Augenentwicklung aber auch für andere Entwicklungen im Körper. Kann entstehen, wenn auch nur eine Aminosäure in der Coding Sequenz ausgetauscht wird, es könnte aber auch sein, dass es andere Bereiche gibt, die diese ausschneiden und verändern. Sie hat darauf hingewiesen, dass Foxc1 und pitx2 weitere bekannte Orte sind, die mit Aniridie einhergehen können, sie stellte kürzlich Ergebnisse eines Falles eines weiteren Genes vor, was für Gille spie zuständig ist, mit auditiven Wahrnehmungsstörung, einer Ataxie und leichter geistigen Behinderung. Dieses neuentdeckte Gen für das Gillespie Syndrom wirft einige interessante Aspekte für die zukünftige Forschung auf, da man nicht zufrieden sein soll mit dem Finden eines Gens, sondern uns zur Frage bringt, warum der Gendefekt zu dem Funktionsausfall führt.</p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Frage aus dem Publikum war:</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Wie kann man mit den Mosaiken umgehen in Zukunft im Pax 6 Gen?</p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Antwort Van Heyningen:</u></em><span>&nbsp; </span></p>
<p style="font-weight: 400">Das Mosaik bedeutet, dass die Gen-Ausprägung nicht in jedem Gewebe, sondern nur in einzelnen Gewebeteilen da ist, es eben dadurch festgestellt werden kann, dass man unterschiedliche Gewebe untersucht und nicht nur das Blut, sondern zum Beispiel auch die Mundschleimhaut oder auch Speichel, um festzustellen, ob unterschiedliche Gen-Ausprägungen, Gen Aktivitäten oder Nicht-Aktivitäten in unterschiedlichen Körpergeweben auftreten können.</p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>&nbsp;</u></em></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Hanno Bolz</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Er macht für Homburg die genetischen Untersuchungen, hat ebenfalls über die Genetik gesprochen und hat vor allem auf das Next-Generation-Sequenzing abgezielt, womit man sehr in die Tiefe gehen kann, um noch Mutationen zu finden, die vielleicht vor 2 oder 3 Jahren noch gar nicht gefunden worden wären. Er beschrieb, dass es noch Mutationen gibt, wo es restliche pax6 Funktion gibt, und diese können auch in unterschiedlichen Geweben verschieden ausgeprägt sein, diese können dann in einem deutlich milderen Erscheinungsbild der Aniridie resultieren. Diese größere Delation beinhaltet Pax 6 Mutationen, die das Pax6 und auch das WT1 (Wilmstumorgen) beinhalten, das WAGR bedeutet. Das Generation-Sequenzing bedeutet, dass bei negativer Pax6 Diagnose man in Zukunft schneller an noch andere Mutationen kommen kann.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Tatjana Vasiyelvaln Russland</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Es wurden einige Mutationen vorgestellt und es wurde gesagt, dass es auch Splice-Mutationen in den Frequenzen geben kann. Man sollte nicht nur in den aktiven Bereichen suchen, wenn man keine Mutation findet, sondern auch in den Zwischenbereichen suchen, die nicht aktiv sind. Dies kann man auch mit der Next-Generation-Methode herausfinden.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><strong><u>Sitzung zur Entwicklung und zelluläre Biologie</u></strong></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>&nbsp;</u></em></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Gregory Evans</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Sie sprach von der Behandlung mit Ataluren oder der Latarna Therapie, welche schon bei anderen Krankheiten angewandt wurden. Diese Therapie wird nur bei einer bestimmten Art der Mutation, der sogenannten Nonsens Mutation angewandt. Dieses Antibiotikum, welches seit Jahrzehnten bekannt ist, wird verwendet, um eine Brücke zu schlagen über diese Nonsens Mutation, damit der Lauf hintendran trotzdem weitergeht und das Gen-Produkt auch produziert wird. Eine sehr elegante Methode, jedoch nur für einen sehr kleinen Kreis verwendbar. Dieses Medikament wurde schon ausreichend eingesetzt, unter anderem zur Therapie bei Muskeldystrophie, und wurde für gut befunden.</p>
<p style="font-weight: 400">Aniridie ist nun das 4. Krankheitsbild, welches damit behandelt wird und es ist natürlich sehr spannend zu sehen, wie es angenommen wird.</p>
<p style="font-weight: 400">Sie hat in ihrem Labor erst an Mäusen systematisch das Medikament verabreicht und konnte deutliche Besserungen beobachten. Die Linse bekam eine bessere Form, die Netzhaut war auch differenzierter.</p>
<p style="font-weight: 400">Als der Versuch einer Tropf-Behandlung gemacht wurde, funktionierte es auch im Mausversuch, mit besserer Augenbinnenstruktur. Das wird auch ein Ansatz für Patienten. In Amerika gibt es 3 Zentren, die Patienten jetzt rekrutieren, bisher wurden 15 Patienten ausgewählt. Jetzt wird jedoch erst mit systemischen Medikamenten gearbeitet, da es sehr teuer ist Unbedenklichkeitszertifikate am Auge zu bekommen. Diese Unbedenklichkeitserklärung für systemische Behandlung ist abgeschlossen, da ja schon 3 Krankheitsfelder damit behandelt werden. Insofern gibt es ein Verbot die Tropfen am Patienten anzuwenden, daher findet die Verabreichung mit Tabletten statt. Sie rekrutieren noch Patienten, die Studie geht über 2 Jahre und man will dann schauen, ob verwertbare Informationen erreicht werden. Es gibt Kriterien für diese Studie, so darf z. B. die Sehkraft nicht unter 10 % liegen. Nur Kinder ab 2 Jahren werden eingeschlossen. Wenn dieses Medikament tatsächlich dazu dienen kann die Oberflächenerkrankungen, Hornhaut etc. zu vermeiden, wäre dies ein riesiger Schritt nach vorne.</p>
<p style="font-weight: 400">Wie lange dauert es, bis man Verbesserungen erwarten kann: <br>Man kann es nicht vorhersagen, es werden verschiedene Parameter gemessen, um irgendwann Veränderungen festzustellen, es wird eine Zeit dauern.<span>&nbsp; </span>In 3 bis 6 Monaten könnte man Veränderungen an der Hornhaut sehen und auch beim Augendruck wird es wahrscheinlich in diesem Zeitraum Verbesserungen geben.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Jim Lauderdale USA</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Patienten mit Aniridie leiden unter einer Party-Schwerhörigkeit, diese Information war für uns auch neu, ebenso für Frau Käsmann-Kellner. Partyschwerhörigkeit bedeutet, dass das Gehörte nicht wahrgenommen wird, bzw. man sich nicht auf das Gesprochene des Gegenübers konzentrieren kann, wenn die Umgebung laut ist. Man kann nicht richtig hören, obwohl das Hörvermögen gut ist. Es ist eine Filterstörung. Es ist daher so wichtig dies zu wissen, da viele Aniridie-Patienten fälschlicherweise mit ADS diagnostiziert werden. Es wurde festgestellt, dass viele Aniridiepatienten diese haben. Eine wichtige Information, insbesondere auch für Kinderärzte!</p>
<p style="font-weight: 400">Viele Aniridiepatienten haben auch Pinialisprobleme, diese fehlt häufig oder man hat zu wenig von diesem Gewebe. Durch dieses Unterdrücken gibt es dann Schlaf*Wach-Rhythmus-Störungen. Entgegenwirken kann man mit Melatonin, was auch gegen Jetlag benutzt wird.</p>
<p style="font-weight: 400">Er hat viele Zusammenhänge aufgezeigt, wie die Hypophyse, das ist die Hirnanhangsdrüse, sämtliche Hormone<span>&nbsp;</span>bei Aniridie verändern kann. Daher sollte man auch endokrine Ursachen abklären, wie Diabetes, Adipositas etc. Es wurde deutlich nachgewiesen, dass dies bei Pax6 Patienten der Fall ist. Pax6 ist auch im Darm nachgewiesen worden, das heißt es kann auch immer wieder zu Magen-Darm-Problemen kommen. Auch Ekzeme kommen häufig vor.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Sehr interessante Frage von Arne Viestenz:</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Wenn die Kinder diese Partyschwerhörigkeit haben, ob dann auch die Eltern auffällig sind? Wenn man den Schritt zu dem Medikament macht für die Studie in Vancouver, wäre die Idee, evtl. über diese Partyschwerhörigkeit die Eltern von dominant Aniridie betroffenen Kindern zu testen und zu selektionieren als ein Eltern Screening und tatsächlich einzuwirken mit einem Medikament, um dies zu verhindern. Wenn die Eltern z. B. wieder ein Kind bekommen möchten.</p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Antwort von Lauderdale:</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Nur wenn die Eltern auch Pax6 haben.</p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>&nbsp;</u></em></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Schlötzer Schrehardt Nürnberg &#8211; Stammzellen</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Dies war ein schöner Eingangsvortrag für die ganzen Hornhautsessions. Es ist ein enormes Wissen entstanden über diese Stammzell-Nische am Limbus, an dem Hornhautrand die Stammzellen entstehen, die die Hornhaut immer wieder neu aufbauen. Es wird versucht diese Stammzellen Nische nachzubauen, man hat es mit organischem Material versucht, das hat nicht so geklappt, man versucht jetzt aus einer Art Gel eine Art Gerüst zu bauen, um dann dort entnommene Stammzellen einzusetzen und um zu schauen, ob diese sich dann an diesem Gerüst anlagern. Dort werden tatsächlich erste nischenartige Strukturen beobachtet, die sich außerhalb des Körpers in Hydrogel-Strukturen entwickeln können. Es wurde länger darüber gesprochen, welche externen, nicht körperlichen Gewebe dazu geeignet sind, um Stammzellen zu züchten und ihnen diese Nischen Anatomie zu geben. Das sind alles Forschungsvorstufen für eine noch in der Zukunft liegende therapeutische Option der Limbusstammzelleninsuffizienz. Es wurde relativ lange über die Marker gesprochen, um die Stammzellen identifizieren zu können, was nicht so einfach ist.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>&nbsp;</u></em></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Tor Paaske Utheim &#8211; Oslo</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Er gab eine Übersicht der Möglichkeiten der Therapie der Limbusstammzelleninsuffizienz und hat vor allem die Gewebe vorgestellt, die benutzt werden können, um das Gewebe auf das Auge aufzutragen und für neue Stammzellen zu sorgen. Beispiel hierfür ist eine Gewebespende von Verwandten, jedoch muss man hier schwere Medikamente nehmen, damit das Transplantat nicht abgestoßen wird. Er wies darauf hin, dass auch andere Gewebe des Patienten selbst verwendet werden können, wie das Weichgewebe des Zahns oder Nasenschleimhaut. Das sind dann Gewebe, wo man keine Abstoßungen befürchten muss, da es eigenes Gewebe ist. Nur kann es hier sein, dass das Pax6 Gen auch hier wieder übergeht und es zur Abstoßung oder Krankheitsverschlechterung kommt. Das Pax 6 Gen ist ja nicht überall im Körper gleich stark vertreten, man sollte also eine Region wählen, wo es weniger aktiv ist. Zusammenfassend geht er in die Richtung, das Thema Stammzellen zu verlassen und auf körpereigene Zellen zurückzugreifen, die aus anderen Orten als vom Auge kommen.</p>
<p style="font-weight: 400">Seine Frau <em><u>Oygynn Utheim</u></em> sprach dann noch vom Transport der Stammzellen, da es wichtig ist, wenn diese verschickt werden, dass sie nicht kaputtgehen. Sie haben dann Versuche gemacht mit Rüttel-Maschinen, um dann herauszufinden in welchen Medien, Arten von Verpackungen man diese transportieren kann. Momentan ist man zu dem Ergebnis gekommen, dass diese eine Reise von 36 Std. aushalten.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><strong><u>Es gibt 2 große Projekte:</u></strong></p>
<p style="font-weight: 400"><strong><u>Cost Projekt und Horizont 2020</u></strong></p>
<p style="font-weight: 400">Das eine baut auf dem anderen auf. Das Cost Projekt ist dazu gedacht, dass Hornhaut Spezialisten sich vernetzen und Erfahrungen austauschen und dass an einem hochspezialisierten Zentrum wie in Nürnberg jemand hingehen kann, um sich weiterzubilden und das Gelernte dann an seinem Arbeitsort weitergeben kann. Cost ist dazu da, die Finanzen dafür zur Verfügung zu stellen. Auch hilft Cost bei dem Projekt Horizont 2020 dann Anträge zu stellen. Der Aufbau dieser europäischen Forschung Förderung dient dazu, in großem Rahmen Hornhaut-Erblindung zu vermeiden. Daher auch für uns sehr interessant.</p>
<p style="font-weight: 400"><strong><u>Ern &#8211; European Referent Network</u></strong></p>
<p style="font-weight: 400">Dafür da, dass Forschungsprozesse beschleunigt werden können.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Gerd Geerling<span>&nbsp; </span>Augenklinik Düsseldorf </u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Er berichtete über den Tränenfilm.</p>
<p style="font-weight: 400">Es ist nicht nur der Limbus unterschiedlich, sondern auch der Tränenfilm, er unterstützt die Tatsache, dass man schon sehr früh mit künstlichen Tränen-Ersatzmitteln die Hornhaut schützen und die Ernährung unterstützen kann. Weil der Tränenfilm auch nicht so gesund aufgebaut ist wie bei nicht Aniridie-Augen. Versch. Untersuchungsmethoden wurden vorgestellt.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Claus Coursiefen &#8211; Augenklinik Köln</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Er sprach über die Boston Keratoprothese. Er hat über die Erfahrungen in Köln gesprochen. Er hat jetzt 35 Patienten diese implantiert, hat das Verfahren generell vorgestellt. Nach der Implantation muss ein Leben lang eine Linse getragen werden. Nachteil ist, dass das Ganze sich herausarbeiten kann und es besteht immer eine Gefahr von Infektionen. Daher müssen täglich lebenslang antibiotische Augentropfen gegeben werden. In Amerika wird diese OP Variante bereits als Erst*Implantation vorgenommen.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Prof. Seitz &#8211; UKS Homburg Saar</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Er berichtete von der Laser Keratoplastik.</p>
<p style="font-weight: 400">Bei Aniridepatienten sollte man genau überlegen, bei wem eine derartige Behandlung möglich ist, in Anbetracht der Gefäß-Einwachsungen. Auflagerungen auf der Hornhaut können abgetragen werden.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Irene Gottlob UK</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Sie sprach über die Stelle des schärfsten Sehens und ihre Entwicklung bei Aniridie und Albinismus. Es wird davon ausgegangen, dass das relativ gleich funktioniert. So wie sie hat es bisher noch keiner geschafft, dies in Bildern festzuhalten.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Prof. Nyung aus Tübingen</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Sie sprach davon, dass es wirklich wichtig ist, Sehhilfen individuell anzupassen. Es gibt keine passende Lösung für jeden, man sollte auch sehr früh schon mit Sehhilfen-Anpassung beginnen.</p>
<p style="font-weight: 400">Sie meinte auch, sehr wichtig sei, der Blendungsschutz, sehr früh auch mit Kontrastwahrnehmung auszustatten und ein Monokular ist auch sehr wertvoll. Dies sollte unbedingt angeboten werden und auch geübt werden, damit die Kinder auch draußen Objekte aus weiter Entfernung sehen können.</p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>&nbsp;</u></em></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Frau Käsmann </u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Sie sprach am 2. Tag über die neue Tropf-Studie zur Hornhautpflege mit den EVO Tears Augentropfen. Sie berichtete darüber, wie Patienten die Fragebögen ausgefüllt haben und wie sie mit der Erkrankung leben sowie dass neben der Blendung auch Schmerzen ein großes Problem seien. Durch die Blendempfindlichkeit, die sehr unangenehm ist, müsse man die Sonnenbrille tragen, was wiederum im sozialen Umfeld anonymisiert. Dass man die Leute auf der Straße nicht erkennt und deswegen als arrogant eingestuft wird. Für Eltern, die selbst betroffen sind,<span>&nbsp; </span>ist es sehr schwer, dass sie ihre Erkrankung an ihre Kinder weitergegeben haben. Sie möchte mehr auf die Alltagsprobleme der Patienten eingehen können und findet es daher wichtig, auch solche Fragen von den Patienten beantwortet zu bekommen, welchen Einfluss die Erkrankung auf das Leben hat.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Katie Atkinson aus England und Joery van den Bosch aus Belgien </u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Beide bestätigten dies auch in ihren Vorträgen „Leben mit Aniridie“. Ein Vortrag, der gerade den anwesenden Betroffenen aus dem Herzen sprach.</p>
<p style="font-weight: 400">Man fühle sich sozial ausgegrenzt als Erwachsener. Als Kind brauchte man schon die Unterstützung von Freunden und Familie, was sich später nur noch intensivierte.</p>
<p style="font-weight: 400">Joery sprach davon, wie er seine Arbeit verloren hat, weil er eine Strecke an Operationen machen lassen musste. Katie sprach von Isolation in der Gesellschaft.</p>
<p style="font-weight: 400">Im Verlauf des Lebens nimmt die Unsicherheit vor weiteren Komplikationen stark zu und beeinflusst natürlich auch den Alltag. Die Sorge, wie es denn weitergeht, ob man die richtige Entscheidung trifft? Ein Problem sei auch, dass man unterschiedliche Aussagen und Behandlungsmethoden von verschiedenen Ärzten höre und man schier verunsichert sein, was man denn am besten tun solle.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><strong>Die 1. Europäische WAGR Session beginnt </strong></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Kelly Trout von der IWSA / USA</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Sie hat insgesamt sehr positiv über dieses seltene Syndrom gesprochen, welches nach Diagnose erst einmal Angst und Schrecken verbreitet. Neben den Symptomen und Erkrankungen sprach sie auf sehr beeindruckende Weise davon, dass man dennoch ein erfülltes Leben leben kann. Sie unterstrich dies mit wunderschönen Bildern in Ihrer Präsentation.</p>
<p style="font-weight: 400">Neben dem Wilmstumor, der Aniridie, der geistigen Behinderung und urogenitalen Veränderungen können auch Schlafprobleme auftreten sowie, was für uns neu war, eine Schmerzunempfindlichkeit. Man muss aufpassen, wenn z.B. bei Verletzungen nach stolpern ein Band gerissen sei, die Kinder dennoch normal damit laufen, weil sie keinen Schmerz empfinden, da der soweit runter reguliert wird durch den Körper. Verletzungen können daher unterschätzt werden und Untersuchungen müssen entsprechend an diesen Umstand angepasst werden. Der Zehenspitzengang ist bei WAGR Patienten auch deutlich höher und dieser könne jedoch durch eine Achillessehnenoperation behoben werden.<span>&nbsp; </span>Die Achillessehnen sind bei WAGR häufig zu stramm und das führt dann dazu, dass der Patient auf Zehenspitzen steht und läuft. Auch wenn WAGR Patienten den Wilmstumor überstanden haben, kann es im späteren Leben dennoch zu Niereninsuffizienz kommen. Man muss beachten, auch wenn das Kind aus dem Tumoralter herausgewachsen ist, die Nieren dennoch halbjährlich zu untersuchen.<span>&nbsp; </span>Auch neu für uns war, dass es bei WAGR Patienten zu einem Anstieg der Fette im Blut kommen kann und das dies dann wiederum Wechselwirkungen geben kann mit einem gängigen Anästhetikum. Es heißt Prophol und wird zur Einleitung von Kurznarkosen verwendet. Wenn diese Kinder zu hohe Blutfettstoffe haben, können sie bei der Gabe von Prophol eine Bauchspeichel-drüsenentzündung entwickeln. Dies muss dringend beachtet werden. Auch eine chronische Verstopfung kann bei WAGR Patienten auftreten. Ein verschlechtertes Hörempfinden tritt ebenfalls häufig auf und wird als „Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen“ bezeichnet. Es sollte frühzeitig erkannt und gezielt interveniert werden.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Joan C Han aus Amerika</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Hat über den „Brain Drive new Topic Factor“, einen Botenstoff im Gehirn, gesprochen, bei dessen Fehlen es zu einem Übergewicht kommt. Sie hat dann wunderbar dargestellt, dass dies bei WAGR Patienten erkannt wurde, aber durchaus einen Ausblick darauf geben kann, was das Übergewicht der allgemeinen Bevölkerung angeht.</p>
<p style="font-weight: 400">Sie hat im Mausversuch darlegen können, dass der Mangel dieses aus dem Gehirn stammenden, nervenbauenden Faktors dazu führen kann, dass die Maus sozial auffällig sowie schmerz-unempfindlich ist und dass sie einem vermehrten Hunger ausgesetzt sind. Diese Schmerz-unempfindlichkeit kommt vor allem durch eine schlechtere Übertragung des Schmerzreizes von dem Ort, wo er entsteht. Der Reiz kommt nicht richtig im Gehirn an, daher ist die Schmerzempfindlichkeit herabgesetzt. Sie legte Wert darauf zu sagen, dass WAGR Patienten die deutlich sozial auffällig sind, <strong><u>keinen </u></strong>Autismus haben wie bisher angenommen, hier ist der Verweis zu „Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen“ herzustellen, welche kein Autismus sind.</p>
<p style="font-weight: 400">Sie sprach auch von Schlafstörungen bei Pax 6 Patienten und hat eine Studie vorgestellt, <span>&nbsp;</span>in der <span>&nbsp;</span>sie das Hirnanhangsdrüsen Volumen gemessen habe. Hier konnte Sie nachweisen, dass dies hier im Schnitt geringer vorhanden ist als bei gesunden Patienten. Sie hat damit auch begründet, dass der Melatonin Austausch gestört ist und der Tag/Nacht-Rhythmus gestört sein kann.</p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>&nbsp;</u></em></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Dr. Graf aus Homburg</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Hat europaweite Studien über den Wilmstumor vorgestellt und darauf hingewiesen, dass eine frühe Vorsorge dringend notwendig ist, um das Stadium des Tumors rechtzeitig zu erkennen. Heutzutage kann nierenerhaltend therapiert werden, durch eine Chemotherapie und dadurch den Tumor so verkleinern, um möglichst viel Nierengewebe bei einer Operation zu erhalten. Die Mutationen bestimmen auch die Prognosen und den Verlauf sehr, anhand der Mutation kann man sehen, ob der Tumor einen aggressiveren Verlauf nehmen wird oder nicht. Ziel ist es, wie bereits erwähnt, nierenerhaltend zu operieren. Referenzzentren sind für Kinder mit Wilmstumor sehr wichtig, betonte er, ebenso eine individuelle Behandlung/ Betreuung auch nach der Therapie.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Frau Käsmann</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Sie sprach danach über die Untersuchungsmöglichkeiten bei WAGR Patienten, da sie durch ihre geistige Behinderung oder Entwicklungsverzögerung deutlich schwieriger zu untersuchen sind, sehr oft auch viel kränker sind als normale Aniridiepatienten, gerade auch wenn sie eine Tumor-behandlung hinter sich haben. Es sei viel Phantasie notwendig, um an sein Untersuchungsziel zu kommen und es sind auch leider mehr Narkoseuntersuchungen notwendig als bei gesunden Aniridiepatienten. Wichtig zu sagen ist ihr, wie wichtig der Kreislauf zwischen einer Sehbehinderung und der geistigen Entwicklung ist. Die Sehbehinderung wirkt sich natürlich sehr stark auch darauf aus, wie gut die motorische und geistige Entwicklung Fortschritte machen kann, weil einem stark sehbehinderten Kind ja entsprechende Informationen fehlen. Da die Untersuchungen bei WAGR Patienten durchaus schwierig sein können, sollte man lieber eine Narkoseuntersuchung mehr machen als üblich ist, um eine Verschlechterung der Sehkraft entgegenwirken zu können. Das Sehen ist auch und gerade für WAGR Patienten der Schlüssel für die weitere motorische und geistige Entwicklung.</p>
<p style="font-weight: 400">Sie stellte insgesamt 20 WAGR Patienten vor. 14 aus Deutschland und 6 aus Russland, wenn sie diese vergleicht mit Pax 6 Patienten, stellt sie fest, dass die Komplikationen am Auge deutlich früher einsetzen bei WAGR Patienten als bei reinen Pax6 Patienten. Was wiederum besonders schlimm ist für die allgemeine Entwicklung der WAGR Kinder.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Dominque Bremond Gignac aus Frankreich </u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Sie sprach über die Besonderheiten beim Katarakt und Glaukom. Sie hat darauf hingewiesen, dass es eine verfrühte Kataraktausbildung bei Aniridie gibt und dass das, was bei der Geburt gesehen wird, der Polstar, entweder in der vorderen oder hinteren Linsenkapsel, dass das auch stabil bleibt und <u>NICHT</u> operativ behandelt werden muss. Das ist oft das, was die Eltern merken, wenn sie in die Augen des Neugeborenen schauen und den weißen Punkt im Zentrum entdecken. Diese Punktförmige Trübung ist relativ häufig bei Aniridie. Vorsorge und Kontrolle ist extrem wichtig, um einen grauen Star frühzeitig zu behandeln bzw. gar nicht entstehen zu lassen. Gerade Jugendliche erkranken daran häufig und die Sehschärfe kann dann enorm herabgesetzt sein. Man operiert wirklich erst im jungen Erwachsenenalter, und erst dann wenn der Patient deutlich schlechter orientiert ist.</p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Vadim Bondar aus Russland</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Er sprach über die künstliche Iris Implantation und fragte auch seine Patienten, warum sie diese Linse haben wollten? Er hat darauf aufmerksam gemacht, dass eigentlich bei einer Iris Implantation die Eltern für das Kind entscheiden und er dafür plädiert, dass das Kind selbst entscheiden soll, wenn es dann mal alt genug dafür ist, um zu verstehen, was diese Implantation bedeuten kann. Für Eltern ist das Problem die fehlende Iris, für die Patienten selbst spielt dies keine Rolle, hier zählen dann nur die Sehkraft und ein schmerzfreies Leben. Er warnte sehr stark vor möglichen Nebeneffekten einer künstlichen Irisimplantation. Diese könnte einen deutlichen Druckanstieg mit sich bringen und könnte auch zu dem gefürchteten Aniridie Fibrose-Syndrom führen, was eine Komplikation ist, die bei jeder Art von Operation am Aniridie Auge führen kann. Es kann sich nichtentzündliches, dickes Narbengewebe bilden und dann möglicherweise die Netzhaut mit abziehen, was zu Druckanstiegen oder Druckabfällen führen kann. Oftmals haben diese Patienten mit einem Irisimplantat eine sehr schlechte Prognose dauerhaft.</p>
<p style="font-weight: 400"><strong>Frau Käsmann</strong> fügte noch hinzu, dass es auch abhängig ist von der Mutation, die man hat. Sie hat eine Patientin gesehen mit ihrer Tochter, die diese Iris implantiert bekommen hatte und keinerlei Auffälligkeiten aufwies. Diese Patientin kam aus Russland, jedoch hatte sie keinerlei Vorerkrankungen an Hornhaut und keinen erhöhten Augendruck. Hier muss wirklich darauf geachtet werden, wenn man mit dem Gedanken einer Implantation spielt, dass keinerlei Vorerkrankungen da sind. Und das sei extrem selten. Diese Dame bekam die Iris auch nicht im Kindesalter sondern erst im Erwachsenenalter.</p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>&nbsp;</u></em></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Peter Netland aus Amerika</u></em></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>Glaukom / Behandlung</u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Beeindruckend war, wie er gezeigt hat, wie viele Patienten Glaukom haben. Hier muss man differenzieren zwischen offenem und geschlossenem Kammerwinkel. Im Laufe des Lebens entwickeln immer mehr Patienten Kammerwinkelverschlüsse. Und immer mehr entwickeln dann auch Glaukome, es sind bis zu 70% der Aniridiepatienten!!!</p>
<p style="font-weight: 400">Sehr eindrucksvoll teilte er mit, dass bei ihnen die Erkennung der Aniridie-Glaukome sehr zeitig beginnt in Virginia und sie damit die Möglichkeit haben, durch die klare Hornhaut einen minimal invasiven Eingriff durchzuführen mit einer Goniotomy, das heißt, ein Einschneiden des Kammerwinkels direkt auf dem Weg durch die Vorderkammer, was ein sehr schonender Weg ist. Dies ist ein Kontrast zu dem, was wir in Europa oder zu dem Bild, was wir in Homburg haben, wir habe hier sehr viele Hornhautvernarbungen, sodass dieser Weg bei uns fast nicht möglich ist oder extrem selten möglich ist. Er nutzt auch die Klappenchirurgie, einen kleinen Drainage Schlauch einzulegen wegen der Fehlbildung im Kammerwinkel, sodass ein kleiner Schlauch relativ weit vom Ort des Abflusses entfernt das Kammerwasser ableiten kann und somit den Augeninnendruck senken kann. Erfolgschancen mit dieser Klappenchirurgie liegen bei 80%.</p>
<p style="font-weight: 400">Homburger Ergebnisse zeigen, dass viele Patienten, vor allem aus dem Ausland, sehr starke Hornhautvernarbungen haben, und man mehrere Operationen benötigt, da einzelne nicht dauerhaft erfolgreich sind.</p>
<p style="font-weight: 400">Man kooperiert mit Prof. Hille aus Offenburg, ein hervorragender Chirurg, der gerade diese schweren Fälle erfolgversprechend operieren kann, mittels dieser Klappenchirurgie.</p>
<p style="font-weight: 400"><em><u>&nbsp;</u></em></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u><span>Rosa Sanchez de Vega (aus Spanien)</span></u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Die neue Vorsitzende der Aniridia Europe bedankte sich noch einmal für diese großartige Konferenz, die auf höchstem wissenschaftlichem Niveau stattfand und vielversprechend in die Zukunft schauen lässt. Sie stellte die europäische Vereinigung vor und betonte, wie wichtig die europäische und internationale Zusammenarbeit sei.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><u><span>Es folgte der Tribut an Union Berlin</span></u></em></p>
<p style="font-weight: 400">Ein Vortrag von Barbara Käsmann mit Bildern und der Geschichte zur Aktion „Gemeinsam Sehen Union Leben“ und einer bewegenden Rede von Denice Toews-Hennig im Anschluss.<span>&nbsp; </span>Gänsehautmomente und staunende Gesichter im Publikum, die diesen Programmteil mit großem Applaus beendeten.</p>
<p style="font-weight: 400">Martin Dausch und Denice Toews-Hennig baten alle Referenten nach vorn, bedankten sich bei ihnen jeweils persönlich und überreichten ihnen als Erinnerung eines der im Stadion gemalten Bilder.<span>&nbsp; </span>Frau Käsmann erhielt von Denice Toews-Hennig als Zeichen der Dankbarkeit, eine von gemeinsamen Freunden und Unterstützern handsignierte Flagge des 1. FC Union, welche sie sichtlich berührt annahm.</p>
<p style="font-weight: 400">Sven Köhler der Initiator der Aktion gemeinsam Sehen Union Leben, erhielt eine Auszeichnung für diese Aktion, mit herzlichen Umarmungen von Martin Dausch, Barbara Käsmann und Denice Toews-Hennig.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400">Die nächste Konferenz dieser Art findet im August 2018 in Paris statt, die dann von der französischen Vereinigung „Geniris“ organisiert wird.</p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"></p>
<p style="font-weight: 400"><em><span>AWS Aniridie WAGR e.V.</span></em></p>
<p style="font-weight: 400"><em>D. Toews-Hennig / B. Käsmann-Kellner / S. Dlugos/ C. Patzak Okt. 2016</em></p></div>
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